Die BWA – einfach abheften oder einfach verstehen?

Neben der pflichtgemäßen Erstellung von Jahresabschlüssen und dem damit verbundenen Ausweis des geschäftlichen Erfolgs aus der Vergangenheit, ist im Rahmen eines ordnungsgemäßen Reportings, bspw. für Eigen- und Fremdkapitalgeber, ein permanenter Abgleich des unterjährigen Erfolges mit der entsprechenden Monats- und Jahresplanung unumgänglich.

Aber welche Möglichkeit bietet uns die Buchhaltung und Ihre Softwarelösungen, bspw. über die Steuerberater, diesen unterjährigen Erfolg zu messen? Die Lösung für diese Thematik bietet uns die „Betriebswirtschaftliche Auswertung“ (kurz: BWA), die in abgesprochen Abständen, zumeist monatlich, über den Steuerberater oder das eigene Rechnungswesen bereitgestellt wird.

… und mal ehrlich… ! Sie wird abgeheftet, maximal dem „Banker“ oder seinem „Unternehmensberater“ zur Verfügung gestellt und eigentlich nicht weiter beachtet. Aber gerade diese Form der kurzfristigen Erfolgsrechnung bietet dem Unternehmer die Möglichkeit, seine Geschäftserfolg sehr zeitnah zu „controllen“ und so auf nicht planmäßige Entwicklungen sehr zeitnah und zielgerichtet zu reagieren. Bereiche, wie wirtschaftliche Lage, Leistungsfähigkeit, Entwicklung und Ertragskraft können hier schnell abgelesen werden.

Aber wie ist die BWA zu lesen? Welche Grundverständnisse vermittelt sie? Wir möchten Ihnen mit diesem Newsletter einen einfachen und groben Überblick über die Möglichkeiten und Informationen, die Ihnen die BWA offeriert, geben. Dezidiert besprechen wir dies‘ sehr gern einzefallbezogen und praxisnah mit Ihnen im Rahmen unseres Mandates.

Prinzipiell ist die Form und der Umfang einer BWA nicht vorgeschrieben. Es existieren diverse Softwarelösungen, diese zu erstellen. Sie werden in erster Linie durch handelsübliche Lösungen für Steuerberater oder deren Dienstleister, wie DATEV oder Addison, bereitgestellt.

Vorwiegend besteht eine BWA aus der kurzfristigen Erfolgsrechnung, ggfs. aus einer Bewegungsbilanz, aus der Veränderungen von Vermögen und Kapital ersichtlich werden und/oder einer Liquiditätsdarstellung, die den entsprechenden cash flow und somit die Kapitaldienstfähigkeit des Unternehmens darstellt.

Ausgangspunkt zur Beurteilung der wirtschaftlichen Tragkraft bildet die kurzfristige Erfolgsrechnung (Kostenstatistik). Hier werden sämtliche erbrachten Leistungen und Kosten der Unternehmung dargestellt. Prinzipiell orientiert sich die kurzfristige Erfolgsrechnung an den Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung. Ablesbar sind hier die erzielten Umsatzerlöse in einem Monat und kumuliert betrachtet für das Jahr, der Wareneinsatz, die Betriebskosten (wie Personal, Raumkosten, etc), aber auch nichtliquiditätswirksame Aufwendungen, wie die Abschreibung -sofern sie gebucht wird-.

Über das Betriebsergebnis I (auch operatives Betriebsergebnis) erfolgt hiernach die Darstellung Zinsen und sonstigen Aufwendungen und Erträgen sowie der Einkommens- und Ertragssteuern, die dann saldiert zu einem vorläufigen Ergebnis des Monats und kumuliert auf das laufende Jahr führen.

Die alleinige Darstellung der wertmäßigen Zahlen allein bietet aber noch keine weitgehende Aussagekraft. So sind stets auch die prozentualen Angaben im Vergleich zum Umsatz / Gesamtleistung zu betrachten und diese Erkenntnisse insbesondere in einen Vergleich zur Planung des Geschäftsjahres und zum vorherigen Geschäftsjahr zu ziehen. Hieraus lassen sich erst die notwendigen Schlüsse für ihre nächsten Entscheidungen, ihre next decisions, her- und ableiten.

Letztendlich sind auch Themen, wie die Art des Geschäfts (bspw. langfristiges Projektgeschäft, Handelsunternehmen, Produktionsunternehmen, etc.) sowie beispielhaft auch das Thema der Anzahlungen, die nicht in der kfr. Erfolgsrechnung berücksichtigt, zu beachten. Hier bieten die entsprechenden Softwarelösungen viele Möglichkeiten die Grund-BWA zu ergänzen und verständlicher zu gestalten. Der Ausweis der Unterkonten (Wertenachweis), die Summen- und Saldenliste, eine Debitoren-/Kreditorenauswertung bis hin zur Darstellung von Entwicklungscharts, TOP 10-Kunden und Liquiditätsflüssen unterstützen die Controllling-Aufgaben.

Gern sind wir Ihnen bei der Zusammenstellung der Informationen und der Auswertung Ihrer BWA behilflich und erstellen für sie entsprechende ratingadjustierte Reports für Ihre Eigenkapital- und Fremdkapitalgeber, denn eine allgemeine Grundsatzaussage hierzu gibt es nicht.

Auch hier gilt: „Eine BWA ist genauso individuell, wie das Unternehmen, für das sie erstellt worden ist“

Möchten sie mehr über ihre BWA erfahren, wollen sie progressiv ihr Unternehmen steuern, möchten sie agieren und nicht nur reagieren, wollen sie Gesprächspartner auf Augenhöhe sein, sprechen sie uns – Ihr Team der next:decision – einfach an.

Wir freuen uns auf Sie!

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